Tiergestützte Pädagogik

Tiergestützte Pädagogik bedeutet an der Grundschule Ballerstaedtweg hundgestützte Pädagogik

An unserer Grundschule gibt es zwei Pädagogen auf vier Pfoten, welche unser Kollegium bereichern: unseren weißen Golden Retriever Casper und unseren schwarzen Labrador Retriever Gandalf. Hier stellen sich die beiden vor. Die zwei ausgebildeten Schulhunde tragen auf mehreren Ebenen zu einem positiven Schulklima bei. Dies verdeutlicht das folgende Zitat: „Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede“ (Louis Armstrong).

Die Anwesenheit der Schulhunde wirkt sich wie folgt aus:

    • Die Schüler*innen gehen lieber zur Schule, sie freuen sich.
    • Die Anwesenheit der Hunde wirkt entspannend, Glückshormone werden ausgeschüttet.
    • Außenseiter werden aus ihrer Isolation geholt.
    • Das Selbstwertgefühl der Kinder steigt durch den Umgang mit den Hunden.
    • Auffälligkeiten und Unruhe in den Klassen reduzieren sich.
    • Positive Sozialkontakte werden gefördert.
    • Die Lehrer werden mehr beachtet.
    • Es gibt positive Auswirkungen auf Ordnung und Sauberkeit in der Schule.
    • Die Anwesenheit eines Hundes kann möglicherweise Kanäle öffnen, sich empathischer zu verhalten und/oder sich dem Lernen zu öffnen.

Casper und Gandalf werden ganz anders und doch ähnlich in unserem Schulschwerpunkten eingesetzt.

Casper

Casper wird derzeit als Klassenhund eingesetzt. Er nimmt an zwei Tagen in der Woche am Klassenunterricht teil. Die Anwesenheit von Casper sorgt für eine ruhige und freundliche Atmosphäre in der Klasse. Die Kinder übernehmen Verantwortung für den Hund, indem sie Casper versorgen, z. B. seinen Hundeplatz einrichten oder seinen Wassernapf auffüllen. Auch wird der Klassenraum intensiv vorbereitet durch die Kinder, z. B. wird aufgeräumt und gefegt, damit Casper nichts vom Boden fressen kann. Gerne wird Casper ausgiebig gekuschelt, gebürstet oder bespielt.

Außerdem begleitet Casper Frau Rathjens in der sonderpädagogischen Arbeit in andere Klassen der Schule. Hier wird mit ihm bei Bedarf ordentlich getobt und gespielt oder ein Spaziergang unternommen. Gerne zeigt Casper auch seine Tricks und Kommandos beim Besuch der anderen Klassen. Casper legt sich auch oft zu traurigen oder unruhigen Kindern, so dass sie ihn streicheln können und ihre eigene Ruhe finden.

Gandalf

Gandalf gehört der Schulleiterin Frau Olderog-Enge und ist meist mit Spezialaufträgen unterwegs. So besuchen die beiden einmal im Schuljahr die Vorschulklassen, wenn diese das Thema Hund anhand von Kinderbüchern besprechen. Auch sonst freut sich der gutmütige Gandalf, wenn er von Klassen eingeladen wird.

Seine Hauptaufgaben mit den Kindern sind allerdings persönliche Lesezeiten und der Wahlpflichtkurs für die oberen Jahrgänge „Sport mit Hund“. In der Lesezeit kommen einzelne Kinder ihn besuchen, die noch nicht sehr flüssig lesen, aber doch gerne einen aufmerksamen Zuhörer haben, der nicht die Geduld verliert, wenn es mal stockt.

Casper und Gandalf gemeinsam

Im Wahlpflichtkurs „Sport mit Hund“ teilt sich Gandalf die Aufgaben mit seinem Kollegen Casper. Kinder der Jahrgangsstufen 3 und 4 lernen in diesem Angebot neben verschiedenen Hundesportarten wie Apportieren, Rally-Obedience, Personensuche, Arbeit mit der Reizangel und Agility auch den Umgang mit Hunden, das Lesen von Körpersprache und Mimik und den Körperbau des Hundes kennen.

Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick, was im Kurs stattfindet:

Darüber hinaus werden die Kinder, die mit den Hunden arbeiten, in ihrer Aussprache und ihrem Verhalten gestärkt, da sie ihre Anliegen klar und unmissverständlich ausdrücken müssen. Parallel dazu erfahren sie sofort eine Wirksamkeit ihres Verhaltens, da die Hunde direkt eine Reaktion darauf geben.

Unsere Vierbeiner besuchen auch andere Jahrgangsstufen. In Jahrgang 2 steht das Thema Haustiere in unserem schuleigenen Curriculum. Dieses wird u.a. am Hund bearbeitet und die Schülerinnen und Schüler freuen sich über ein lebendiges Anschauungsobjekt in der Unterrichtsstunde.

Die Anwesenheit von den Hunden im Unterricht, aber auch im Büro hat für nahezu alle Beteiligten eine beruhigende Wirkung und reduziert den Stress. Die Hunde suchen den Kontakt zu Menschen, die in bestimmten Situationen Beistand benötigen. Oftmals sind die Tiere ein Türöffner für Gespräche oder in schwierige Situationen, sowohl in Einzel-, Klassen- oder auch Bürosituationen.

Selbst bei unserem Kooperationspartner Zirkus Zaretti, der alle vier Jahre sein Zelt für ein einwöchiges Mitmachprogramm für unsere Kinder auf dem Schulgelände aufschlägt, sind unsere Schulhunde Casper und Gandalf eine fest eingeplante Programmgröße, die sich auch vom Rummel im Zirkuszelt, den ganzen Zuschauern, Lichtern und der Musik nicht nervös machen lassen und lässig ihr Können zum Besten geben.

Wir freuen uns also über unsere achtbeinige Unterstützung an der Grundschule Ballerstaedtweg!